Der Darm galt schon vor tausenden von Jahren in allen alten Kulturen als Zentrum des Lebens. Unser Darm nimmt auf, filtert, zerkleinert, sortiert, schützt und baut das Immunsystem auf. Und wie gut er das tut, hängt davon ab, wie gesund er ist. Um seine Aufgaben zu erfüllen, bekommt der Darm von einer Vielzahl von Bakterienstämmen Hilfe. Diese Bakterienstämme bilden die sogenannte Darmflora, heute wegen ihrer Komplexität auch intestinales Mikrobiom genannt.
Bakterienstämme haben die Aufgabe, Nährstoffe zu zerkleinern, sie so vorzubereiten, dass die lebensnotwendigen Stoffe aufgenommen werden können. Es werden Hormonvorstufen gebildet und die Produktion von Neurotransmittern wird angeschubst. Ausserdem bildet ein gesunder Darm eine Barriere, damit Krankheitserreger nicht in unseren Körper eindringen können.
Sie sehen also, dass sich die Synfonie an Stoffwechselvorgängen in unserem Körper gar nicht harmonisch abspielen kann, wenn die Darmflora nicht ausgewogen ist.
Mangelnde Bewegung, Stress, ungesunde Ernährung und Medikamente, z.B. Antibiotika, können zu einer sogenannten Dysbiose, also einer gestörten Darmflora führen.
Die moderne Wissenschaft bestätigt es: Grundbedingung für die Gesunderhaltung von Körper und Geist ist eine intakte Verdauung. Der Darm produziert 80% unserer Immunzellen zur Abwehr von Krankheiten. Selbst für die Gehirnleistung ist die Verdauung von Bedeutung. Wenn der Darm nicht funktioniert, können Sehschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme und ständige Müdigkeit die Folge sein.
Allergien, Lebensmittelunvertäglichkeiten, Blähbauch, Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen, Völlegefühl, aber auch unerklärliche Gewichtszunahme, Migräne, Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein, Hautprobleme und mehr können Hinweise darauf sein, dass die Darmflora gestört ist.
Somit ist die Darmbarriere (Abb. siehe unten) nur noch eingeschränkt aktiv und das kann zu vielen Beschwerden führen.
In der Fachsprache wird dieser Zustand auch “Leaky Gut” oder poröser Darm genannt.
Die Darmwand muss zwei grundlegend verschiedene Dinge miteinander vereinen:
1. den Körper vor dem Eindringen schädlicher Keime und ungesunder Nahrungsbestandteile schützen, und
2. dennoch Durchlässigkeit für die aufgenommenen Nährstoffe gewährleisten.
Dazu ist eine intelligente Darmbarriere notwendig, wobei die Bakterien der Darmflora, die Schleimhautzellen, das Darmimmunsystem und das Darmnervensystem eng zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit ist Voraussetzung dafür, dass die beiden widersprüchlichen Aufgaben des Darms erfüllt werden können.
Quelle: DGMIM, Deutsche Gesellschaft f. mukosale Immunologie und Mikrobiom
Was geschieht nun also, wenn Sie zum ersten Mal in meine Praxis kommen?
Unter Berücksichtigung Ihrer Beschwerden wende ich die folgenden Verfahren zur Diagnostik an:
So könnte ein Befund vom Labor aussehen:
Nach Berücksichtigung aller Laborwerte wird ein individueller Therapieplan für Sie ausgearbeitet.
Mit großem Erfolg wende ich die
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